Pfingsten in Zeiten von Corona
Mit Pfingsten verbinden viele Menschen schöne Urlaube in südlichen Ländern. Nur in diesem Jahr wird es leider nichts mit einem Urlaub im Ausland. Überhaupt ist durch Corona so vieles anders geworden. Noch im letzten Herbst hätten wir uns nie vorstellen können, dass ein kleines Virus zu wochenlangen Schulschließungen führen könnte.
Mehrere Wochen sollten wir zuhause bleiben, innen bleiben. Wir durften nur aus triftigen Gründen nach draußen gehen. Viele vermiss(t)en die Schule und ihre Hobbies. Schnell wurden Sportplätze geschlossen und Trainingstermine abgesagt. Noch schwieriger war es, mehrere Wochen keinen einzigen Freund persönlich treffen zu dürfen. Dazu kamen die Sorgen, sich oder andere anzustecken. Viele waren zutiefst verunsichert.
Vor fast 2000 Jahren waren die Freunde Jesu vor dem ersten ‚Pfingsten‘ sicherlich auch verunsichert. Sie hatten ihr altes Leben hinter sich gelassen und waren Jesus von Nazaret gefolgt. Sein Tod muss sie zu Tode betrübt haben. Mit seiner Auferstehung hatten sie neue Zuversicht bekommen. Nun wussten sie, dass es die richtige Entscheidung war, auf Jesus zu bauen.
Nach seiner Himmelfahrt jedoch waren sie erst wieder allein, ohne ihren großen Meister. Sie zogen sich zurück, blieben also innen, warteten und beteten. Bestimmt fühlten sie sich in dieser Zeit auch orientierungslos und unsicher, wie es nun weitergehen würde – ohne Jesus.
Am Pfingsttag kam dann gemäß der Bibel (Apg 2) vom Himmel her ein Brausen und es erschienen Feuerszungen, die sich auf ihnen niederließen. So wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. Dieser Beistand veränderte die Freunde Jesu. Vom Geist inspiriert konnten sie in fremden Sprachen reden. Nun trauten sie sich öffentlich zu sprechen. Petrus predigte sogar so beGEISTernd und überzeugend, dass viele Zuhörer beGEISTert waren und sich taufen ließen. Der Heilige Geist hatte also den Freunden Jesu Kraft und Mut geschenkt. Sie wussten und spürten, dass Gott in und mit ihnen ist, auch in schwierigen Zeiten.
Deshalb ist es auch heute nicht so dramatisch, während der Pfingstferien nicht ins Ausland reisen zu dürfen. Auch mit vielen Corona-Beschränkungen kann man noch ganz gut leben. Immerhin dürfen wir in die blühende Natur hinausgehen. Inzwischen dürfen wir sogar wieder einen Freund treffen, wenn auch mit Abstand. Es gibt so vieles, was wir (wieder) tun dürfen.
Dennoch gibt es auch Momente, in denen wir uns traurig und verunsichert fühlen. Gerade in solchen Momenten wünsche ich euch Kraft, Mut und Zuversicht, wie sie die Freunde Jesu an Pfingsten gespürt haben. Gott lässt uns nicht allein, er steht uns bei mit seinem Geist. Lasst euch beGEISTern und beGEISTert andere!
In diesem Sinne frohe Pfingsten!
Sabine Albrecht (kath. Religionslehre)
Wettbewerb Organspende
Wir, die Klasse 10bc, nahmen im evangelischen Religionsunterricht unter der Leitung von Frau Ballis an einem Kunstwettbewerb teil zum Thema
„Organspende und Transplantation:
Tod – Leben
Geben – Nehmen
Emotionen – Wissenschaft
Ein Widerspruch?“
Zuvor hatten wir uns mit der Thematik ausführlich auseinandergesetzt: Was bedeutet Organspende überhaupt? Ist Organspenden in jeder Religion und Kultur erlaubt? Wie bekomme ich einen Organspendeausweis? Wie lauten die rechtlichen Regelungen? …
Um uns kreativ mit dem Thema auseinanderzusetzen, schlug uns Frau Balis die Teilnahme an dem Kunstwettbewerb vor, veranstaltet vom Bündnis Organspende Bayern. Man sollte das Thema kritisch betrachten und schließlich seine Meinung in Form eines selbstgestaltenden Bildes (Zeichnung, Gemälde, computergenerierte Graphik etc.) darstellen. Dabei gab es kein Richtig oder Falsch; was zählt, war die Idee und deren Umsetzung.
Schließlich wurden die fertiggestellten Werke unter der Dokumentenkamera gezeigt und mit ein paar kurzen Sätzen der Hintergrundgedanke jedes Einzelnen erklärt. Ein Bild schöner als das andere – unsere Klasse hatte ihr kreatives Potential bewiesen. Eingeschickt sind die Bilder bereits, auf eine Rückmeldung warten wir allerdings noch, und wir hoffen natürlich, dass wir einen Preis gewinnen…
Barbara Kammerer, Klasse 10b

Blick über den Tellerrand / Leben in Ostafrika
Am 12.2.2020 durften die 6.KlässlerInnen der Religionsgruppen von Fr. Tribula, Fr. Ballis und Fr. Künstler die Bildungsreferentin der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW), Frau Maria Hisch kennenlernen. Frau Hisch referierte in einem abwechslungsreichen Vortrag über die Arbeit der DAHW, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die so genannten „Krankheiten der Armut“ zu bekämpfen und auszulöschen. Während dies zu Gründerzeiten der Organisation fast ausschließlich die Lepra war, bilden gegenwärtig der Kampf gegen die Tuberkulose und andere Tropenkrankheiten die Schwerpunkte der Arbeit. Die SchülerInnen wurden auf behutsame, dennoch eindrückliche Art und Weise mit der Thematik vertraut gemacht und bekamen einen Einblick in die Problematiken, die es in anderen Teilen der Welt gibt; Problematiken, die zumeist auf Armut begründet und uns daher – zum Glück! – unbekannt sind. Aufgrund ihrer mehrjährigen Auslandseinsätze für die DAHW – vor allem in Äthiopien und Tansania- konnte Frau Hisch in einem zweiten Teil den Kindern auch viele spannende Informationen rund um Kindheit und Alltag in Ostafrika liefern. Mehr als einmal erzielte sie dabei großes Erstaunen, etwa wenn sie erzählte, dass ein einfaches Fahrrad für nicht wenige Menschen ein überlebensnotwendiger Luxus ist… und mehr als einmal wurde uns bewusst, wie gut es uns hier in Deutschland eigentlich geht. Dank Frau Hischs vielfältigem Bildmaterial und dank ihrer mitreißenden Art wurden die zuvor im Unterricht besprochenen Themen „Vielfalt der Kulturen und Lebenswelten – Solidarität im Namen Gottes“ auf beeindruckende Art und Weise vertieft. Wir bedanken uns bei der Referentin für diese ganz andere Religionsstunde!
M. Künstler, StRin
Vielen Dank für eure Unterstützung!

Weltverantwortung
Ein Unterrichtsprojekt der achten Klassen im Fach Religionslehre.


Briefmarathon 2019
In der Woche vom 2.12.2019 bis 5.12.2019 beteiligte sich unsere Schule wieder am Briefmarathon. In diesem Jahr setzt sich amnesty international für junge Menschen aus der ganzen Welt ein, nämlich für Emil Ostrovko aus Belarus, für Sarah Mardini und Seán Binder aus Griechenland, für Marinel Sumook Ubaldo von den Philippinen, für Yasaman Aryani aus dem Iran und für Magai Matiop Ngong aus dem Sudan.
Die evangelische Religionsgruppe der Klassen 8be führte den Briefmarathon sehr erfolgreich durch: Insgesamt wurden weit über 1.000 Protestbriefe an Regierungen gesammelt, die nun hoffentlich dazu beitragen, die Situation der Menschen zu verbessern.
Herzlichen Dank für Eure und Ihre Teilnahme!
Regina Ballis
Besuch im Jüdischen Museum
Am Dienstag, den 9. Juli 2019, versammelte sich der evangelische Teil der Klassen 6b und 6c mit ihrer Lehrerin Frau Ballis und mit Frau Albrecht in ihrem Klassenzimmer, um danach mit Bus und U-Bahn in das Jüdische Museum in Fürth zu fahren. Dort wurden sie schon von einem Führer erwartet. Nachdem die Klasse ihre Jacken und Rucksäcke abgelegt und sich auf Bänke gesetzt hatte, stellte der Mann einige Fragen über das Judentum. Die Schüler beantworteten sie schlau und zeigten dem Führer Herrn Käser so ihr Wissen. Er war sehr beeindruckt und erklärte ihnen das Spiel, das er für sie vorbereitet hatte. Erst sollten die Kinder sich in Gruppen aufteilen. Dann bekamen sie Klemmbretter, auf denen ein Bild mit einem Raum des Museums abgebildet war. Ein leeres weißes Blatt und ein Stift waren auch noch mit dabei.
Nun sollten die einzelnen Gruppen die Räume der Bilder finden. Die Kinder schauten sich den Raum gut an und machten sich auf dem leeren Blatt Notizen zum Aussehen und zur Funktion des Zimmers. Sie sollten nachher, wenn alle Kinder mit dem Führer noch mal die Räume anschauen, einen kleinen Vortrag halten.
Nach zehn Minuten fanden sich alle Gruppen wieder im Empfangsbereich auf den Bänken ein. Nun sollte die erste Gruppe ihren Raum vorstellen. Sie führte alle in einen alten Keller, wo es kalt und alles aus Stein war. Nun befanden sie sich in einer Art Vorraum, und wenn man noch ein Stück die Treppen hinunter ging, sah man ein Wasserbecken. Es war eine Mikwe, ein Becken, in dem man sich früher rituell reingewaschen hat. Das nächste Zimmer von Gruppe zwei war ein Ausstellungsraum mit einer sehr großen alten Tora (dem heiligen Buch der Juden). Dieses Buch ist so heilig, man darf es mit bloßen Händen nicht anfassen. Deswegen gibt es einen bestimmten Zeigestab dazu. An Gottesdiensten bekommt die Tora auch manchmal zu ihrer samtenen Hülle auch eine Art Krone aufgesetzt. Die Tora sieht nicht aus wie ein Buch, sondern besteht aus einer Schriftrolle.
Nun stellte die dritte Gruppe ihren Raum vor. Es ging um Essen. Aber um bestimmtes Essen, nämlich um koscheres. Das bedeutet, was vom Glauben aus zugelassen ist. Juden sollen nur Tiere essen, die Wiederkäuer und zugleich Paarhufer sind. Meerestiere dürfen sie nur essen, wenn sie Flossen und Schuppen haben. Eine Schülerin meldete sich und sagte, dass Gummibärchen hinter dem Vorhang liegen würden. Herr Käser freute sich, dass die Süßigkeiten gefunden wurden. Er hatte sie für die Klasse versteckt.

Einen Raum sollte Gruppe vier noch vorstellen. Dafür führten die Kinder sie zum Dachboden des Hauses. Dort war ein kleines Bett mit einem Wandschrank und einem Dach, das sich öffnen ließ. Es war eine Sukka, eine Laubhütte. Juden feiern das Laubhüttenfest, um sich an die Zeit zu erinnern, als Mose sie durch die Wüste führte.
Dann war die Führung leider schon zu Ende. Die Besucher konnten sich im Shop auch noch mehr koschere Gummibärchen kaufen. Die Klasse fuhr wieder mit dem Bus und der U-Bahn zurück zur Schule.
von Johanna Albert, Klasse 6b
Gottesdienst: „Lasst uns neue Schritte wagen- dem Leben zuliebe“
Zum Ende des Schuljahres 2018/19 haben wir das Thema der Sommerschulkonzerte aufgenommen und in Kooperation mit Frau Großmann und Frau Maiberger und deren Schülerinnen und Schülern den Abschlussgottesdienst gestaltet.
„Wir leben auf zu großem Fuß“ – dies ist leider Fakt! Was das bedeutet haben unsere Schülerinnen und Schüler aus der 7. Jahrgangsstufe (Theaterklasse) eindrücklich dargestellt. „Lasst uns neue Schritte wagen – dem Leben zuliebe“…..nicht nur unserem Leben, sondern auch dem Leben von Anderer zuliebe, das war die Botschaft, die 6. und 9. Klässler aufgezeigt haben. Wir können bei uns beginnen und so mithelfen, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Deshalb haben wir auch im Gottesdienst auf Liedblätter verzichtet und alle Texte und Lieder mit dem Beamer projiziert. Gemeinsam als Schulfamilie möchten wir neue Schritte wagen – mit der Bitte um Energie für diesen Weg und dem Segen Gottes.
Abgerundet hat den Gottesdienst die RSG-Gruppe, die in Gebärdensprache zum Gesang von Moritz Muschweck und Frau Großmann das Lied „We are the world“ interpretiert hat. Begleitet wurden sie von Anna Rosensaft am E-Piano. Ein besonderer Moment, da alle Schülerinnen und Schüler eingeladen waren, nicht nur mitzusingen, sondern sich auch mitzubewegen.
VIELEN DANK an alle Mitwirkenden und gutes Gelingen für unsere Vorsätze!
Die Fachschaft Religion
Eindrücke aus einer anderen Welt….. Ilie Zabica, Direktor von Regina Pacis aus der Republik Moldau zu Gast
Am 20.5.19 besuchte Herr Ilie Zabica das Gymnasium Stein und informierte unsere Religionsgruppen der 9. Jahrgangsstufe über seine Heimat und seine Arbeit mit einem interessanten Power-Point-Vortrag auf Englisch. Die Republik Moldau -frühere Sowjetrepublik- grenzt an Rumänien und die Ukraine und errang 1992 die Unabhängigkeit. Mit nur 3,55 Millionen Einwohnern ist die Republik Moldau kleiner als Berlin und gilt als ärmstes Land auf dem Kontinent Europa. Daher emigrieren viele, vor allem junge Menschen. Gerade die gut ausgebildeten Menschen suchen ihr Glück im Ausland. Zurück bleiben viele Kinder und alte Menschen.
Auch aus der Familie Ilie Zabicas sind viele Verwandte ins Ausland gezogen. Er selbst blieb in der Heimat und versucht, den Straßenkindern zu helfen. Dazu inspiriert hat ihn ein italienischer Priester, dem er auf seinem Besuch in Moldawien dolmetschen sollte. Diesem Priester fielen gleich die zahlreichen Straßenkinder auf, die vor allem oberhalb der Heizungsrohre übernachteten, da es im Winter in der Republik Moldau sehr kalt ist. Der Priester ging nicht einfach an den Straßenkindern vorbei, sondern ging auf sie zu und sprach mit ihnen. So war die Idee geboren, diesen vernachlässigten Kindern zu helfen.
Mit seiner Organisation Regina Pacis gründete er ein Waisenhaus für die Straßenkinder, deren Eltern oft in ganz andere Länder gezogen waren und die deshalb auf sich allein gestellt waren. So gab er ihnen ein Dach über dem Kopf und eine neue Perspektive. In den „Holzklassen“ werden den Jugendlichen Grundfertigkeiten im Schreinerhandwerk vermittelt und nebenbei wird so das Selbstwertgefühl der vernachlässigten Jugendlichen gestärkt. Gleich zu Beginn wird mit jedem Jugendlichen mit Unterstützung eines Psychologen ein Plan für seine Zukunft erarbeitet. Wichtig ist auch, dass die Kinder regelmäßig zur Schule gehen und die Schule ernst nehmen. Ein Jugendlicher z.B. hatte vorher geschnüffelt und war ziemlich am Ende. Durch das Waisenhaus kam er in geregelte Bahnen und begeisterte sich für Kampfsport. Er ging regelmäßig zur Schule und entwickelte sich gut. Als Erwachsener hat er nun eine eigene Familie, führt ein Restaurant und unterstützt nebenbei die Arbeit von Regina Pacis.
Darüber hinaus kümmert sich Regina Pacis um jugendliche Straffällige. Ihnen ist wichtig, dass die Jugendlichen im Gefängnis einen anständigen Beruf erlernen können, z.B. als Koch, Schuster oder Friseur, damit sie später nicht rückfällig werden. Inzwischen versucht unser Gast Ilie Zabica, den Staat zu mehr Hilfe zu aktivieren. Ein drittes Projekt von Regina Pacis kümmert sich um Senioren. Zentral bei all den Projekten sind die christlichen Werte. Unterstützt wird Regina Pacis auch von der kirchlichen Hilfsorganisation Renovabis.
Nach dem Vortrag durften unsere Schülerinnen und Schüler Fragen stellen. Gelegentlich fassten die beiden Mitarbeiter des „Fensters zur Welt“, die unseren Gast begleiteten, die Antworten auf Deutsch zusammen. Am Ende waren wir sehr beeindruckt von unserem Gast und seinem Engagement!
S. Albrecht
Lepra lebt – Stifte wirken
Auch heute noch stellen die Krankheiten der Armut, wie Lepra und Tuberkulose, viele Menschen in den Ländern der sogenannten „Dritten Welt“ vor große Probleme. Probleme, die sie aufgrund ihrer Lebensumstände nur mit Hilfe anderer Menschen lösen können.
Wenn Ihr diesen Menschen helfen wollt, dann macht mit bei der Aktion „LEPRA LEBT – STIFTE WIRKEN“. Nicht ganz zufällig geht es bei dieser Aktion um Stifte: Sie spielen bei der Lepra-Erkennung eine wichtige Rolle. Mit einem simplen Test kann man mit Hilfe eines Stiftes feststellen, ob und wo der Patient Anzeichen einer Lepra-Erkrankung hat. Mit einem Stift berührt der Arzt auf Lepra verdächtige Flecken auf der Haut des Patienten. Der Patient muss dabei die Augen schließen und jedes Mal mit dem Finger auf die Stelle zeigen, die gerade berührt wurde. Glück ist, wenn die Nerven noch intakt sind und die Person den Druck durch den Stift fühlt. Wird Lepra früh entdeckt, können Nervenschäden und die daraus entstehenden Behinderungen vermieden werden.
In der Woche vom 08.-15.07.2019 verkaufen die 7. Klassen in der ersten und zweiten Pause Stifte. Das Geld kommt der DAHW, der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe, zu Gute.
Wir freuen uns, wenn Ihr mitmacht!

BAL/ KOS









