Im diesem Schuljahr brachte das Oberstufentheater das Stück „Move it!“ auf die Bühne – ein selbst entwickeltes Theaterprojekt rund um einen Tanzwettbewerb.
Eine Freundinnengruppe bewirbt sich an einem LipSync-Wettbewerb, in dem es darum geht, zu einem Playback abgespielten Song eine Performance zu liefern, die dem Zuschauer suggeriert, dass man den Song selbst singt. Der Clou an der Story war, dass der Wettbewerb nur für Mädchen zugelassen war, eine Gruppe aber zum Teil aus Jungen besteht, die sich für den Wettbewerb als Mädchen ausgeben müssen, weil sie unbedingt den Preis (einen Luxusurlaub auf Mallorca) gewinnen wollen.
Ohne weitere Vorgaben begann das Oberstufentheater, erste Szenen zu entwerfen, Figuren mit einem jeweils eigenen Charakter zu entwickeln und erste Ideen für die Handlung zu sammeln. Wie jedes Jahr lieferten auch die großen Leistungsnachweise der Schüler*innen der Q-Phase die Grundlage für eine Vielzahl an Szenen.
Ein besonders wichtiger Teil der Arbeit fand während unserer Theaterfahrt auf Burg Feuerstein statt. Dort konnten wir intensiv an dem Stück arbeiten und viele zentrale Elemente entwickeln: In Gruppen erarbeiteten wir die verschiedenen Tanzchoreografien für die teilnehmenden Teams. Außerdem drehten wir dort Videos, die später im Stück eingebaut wurden und die über die Persönlichkeiten der Jury sowie die einzelnen Mottos der Shows informierten. Besonders viel zu tun hatten hier die Techniker der Gruppe, die viele Filme nicht nur professionell abdrehten, sondern im Anschluss auch aufwändig schnitten und mit Effekten versahen. Zudem mussten sie laufend neue Lieder für die einzelnen Shows schneiden und immer wieder anpassen.
Neben den Proben war auch die Suche nach passenden Kostümen ein großer Aufwand. Noch nie hatte das Oberstufentheater ein so großes Ausmaß an Kostümen und Requisiten. Besonders für eine der beiden Tanzgruppen mussten viele kreative Lösungen gefunden werden: Da in der Handlung eine Gruppe größtenteils aus Jungen bestand, die sich als Mädchen verkleiden, mussten passende Outfits organisiert und zusammengestellt werden.
Lange Zeit probten wir die Szenen in den verschiedenen Gruppen; die Gruppe der Jury und der Moderatoren, die Mädchengruppe und die Jungsgruppe. Während die Mädchengruppe vor allem an ihren Tanzchoreographien arbeitete, übten die Jungs zu tanzen wie Mädchen. Die Jury und Moderatoren probten ihre Reaktionen auf die verschiedenen Tänze.
Die Probenzeit war allerdings nicht immer einfach. Die Zusammenarbeit im großen Ensemble war oft sehr anstrengend und forderte viel Geduld, Organisation und Durchhaltevermögen. Manchmal kamen sogar Zweifel auf, ob wir es wirklich schaffen würden, das Stück am Ende aufzuführen. Trotzdem haben wir als Gruppe immer weitergearbeitet und uns gegenseitig motiviert. Rückblickend hat uns genau diese intensive Zusammenarbeit auch sehr zusammengeschweißt.
Trotz aller Herausforderungen war die Arbeit an „Move It“ vor allem eines: sehr lustig. Bei den Proben, beim Entwickeln der Szenen und beim gemeinsamen Ausprobieren der Tänze gab es immer wieder viele Momente, in denen wir viel lachen konnten. Die Mischung aus anstrengender Arbeit, kreativen Ideen und viel Humor hat das Projekt für alle Beteiligten zu einer besonderen Erfahrung gemacht. Am Ende entstand ein unterhaltsames und lebendiges Theaterstück, das nicht nur von Tanz und Wettbewerb erzählt, sondern auch von Teamarbeit, Kreativität und dem Mut, ungewöhnliche Ideen auf die Bühne zu bringen.
von Daria-Alessia Russ, Q13










