Das Planspiel „Euronet“ auf Kloster Banz- eine Simulation zu europapolitischen Entscheidungsprozessen


​Vom Schulalltag direkt auf das diplomatische Parkett: Im Rahmen der EuroNet-Projekttage vom 02.02.bis 04.02.2026 besuchten Schülerinnen und Schüler aus den Wirtschaftskursen der Jahrgangsstufe Q12 das Bildungszentrum Kloster Banz. Drei Tage lang stand der Unterricht im Klassenzimmer hinten an – stattdessen schlüpften sie in die Rollen von EU-Abgeordneten, um im Rahmen eines Planspiels über die Zukunft Europas zu debattieren und zu entscheiden.

​Zentrales Thema der Simulation war die hochaktuelle Frage einer möglichen EU-Osterweiterung. Konkret wurde der Beitritt Georgiens diskutiert. In den Fraktions- und Ausschusssitzungen sollten die Schülerinnen und Schüler zunächst komplex Aspekte wie geopolitische Sicherheit, wirtschaftliche  Kriterien aus Sicht der EU und des Beitrittskandidaten​, Förderung des  Demokratiegedankens oder Einleitung notwendiger Rechtsstaatsreformen in Georgien recherchieren. Anschließend fanden in den Gremien (z.B. EU-Parlament, EU-Rat) Beratungen statt und die Teilnehmer/innen bereiteten ihre Entscheidung vor. ​Dabei wurde schnell deutlich, dass politische Entscheidungen auf europäischer Ebene ein Höchstmaß an Kompromissbereitschaft und rhetorischem Geschick erfordern.

​Abseits der hitzigen Plenarsitzungen bot die Atmosphäre des ehemaligen Benediktinerklosters den idealen Rahmen für unser Planspiel. Die exzellente Verpflegung und die Unterbringung im Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung sowie die fachkundige Leitung des Planspiels durch Prof. Dr. Peter Fuss und RA Steffen Mähliß haben die EuroNet Simulation besonders realitätsnah wirken lassen.

Lena Müller, Q12

Stefanie Jansen, OStRin


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